{"id":1092,"date":"2009-01-26T16:32:29","date_gmt":"2009-01-26T15:32:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/?p=1092"},"modified":"2019-09-23T16:39:02","modified_gmt":"2019-09-23T15:39:02","slug":"fruehjahr-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/?p=1092","title":{"rendered":"Fr\u00fchjahr 2019"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-file alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Neue-Wege-gehen-Bebildert.docx\">Neue Wege gehen &#8230;.<\/a><a href=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Neue-Wege-gehen-Bebildert.docx\" class=\"wp-block-file__button\" download>Logbuch bebildert. Hier anklicken!<\/a><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"605\" height=\"443\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1098\" srcset=\"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/grafik-1.png 605w, https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/grafik-1-300x220.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die\nt\u00fcrkische Regierung hat \u00fcber Nacht die Steuern f\u00fcr Charterlizenzen drastisch\nerh\u00f6ht. F\u00fcr MERLIN und uns ist es ein&nbsp;\nabsolut unrentables Gesch\u00e4ft geworden. Somit ist die Yacht von einem Tag\nauf den Anderen zum Privatboot geworden. FOREIN FLAG PRIVATE YACHT steht auf dem\nfrisch ausgestellten Transit Log 2019. Wir m\u00fcssen ab sofort neue Wege beschreiten.\nWege, die eigentlich erst beim Gehen entstehen werden.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Es\nist schon fast dunkel, als ich am Sonntag in G\u00f6\u00e7ek ankomme. Jedes Mal wenn ich\nnach l\u00e4ngerer Pause MERLIN\nbetrete, bekomme ich so ein unbeschreibliches Gef\u00fchl. Eine Mischung aus vertrautem\n&nbsp;Wiedersehen, Freude und irgendwie auch\nGeborgenheit gepaart mit diesen eigenartigen Ger\u00fcchen, wohl aus der\nBordtoilette. Das n\u00fcchterne Erwachen im neuen Zeitabschnitt wird mir erstmals\nbewusst, als ich die K\u00fchlschrankklappe \u00f6ffne. F\u00fcr Charterkunden standen immer\nk\u00fchle Begr\u00fc\u00dfungsdrinks bereit. Jetzt ist dort nur g\u00e4hnende Leere. Zum Gl\u00fcck\nsind Petra und Uli von der Sausalito am Steg und laden mich auf ein paar k\u00fchle\nBierchen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der\ngeplante Fr\u00fchjahrst\u00f6rn sollte eigentlich zwei Wochen dauern. Mit einem\nCrewwechsel auf halber Strecke. Leider sind einige Interessenten abgesprungen,\nso dass letztendlich ein 10tages T\u00f6rn mit f\u00fcnf Crewmitgliedern aus den beiden\ngeplanten Wochent\u00f6rns wurde. Sie reisen am Abend des n\u00e4chsten Tages an. Bis\ndahin sind auch die ersten Bierchen kalt und nach dem Begr\u00fc\u00dfungsschluck geht\u00b4s\nins Palmyra zum Abendessen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dienstag, der 7. Mai <\/strong><em>Auf geht\u00b4s<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Um\n8:15 kommt Bewegung ins Boot. Von den n\u00e4chtlichen Pinkeleinlagen mal ganz abgesehen.\nIch bekomme alles hautnah mit, weil ich im Salon schlafe, was mich aber nicht weiter\nst\u00f6rt, sondern eher den \u00dcberblick bewahren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch\nmal richtig ausgiebig duschen. Fr\u00fchst\u00fcck bei den netten M\u00e4dels im D-Cuisine. Geldwechsel (1\u20ac :7,8TL)\nund ab zum Einkaufen. Gegen 14:00 Uhr soll es losgehen. <strong>Eintrag ins<\/strong> <strong>Logbuch: Bew\u00f6lkt\nmit Aufheiterungen, schwache Winde, 22 Grad.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>LOG: 22725; Motor: 17510\nStd.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber\nder Motor springt nicht an. Werkzeug und Messinstrumente werden ausgepackt.\nBald stellt sich heraus, dass die Starterbatterie ihren Geist aufgegeben hat. Dank\ndes hervorragenden Service bei <em>Sail with\nFriends<\/em> k\u00f6nnen wir noch am selben Tag, um 16:30 Uhr vom Steg C ablegen. Danke\nSerkan! Der Wind reicht aus, die Segel zu ballen und wir gleiten bei wenig\nWelle an G\u00f6\u00e7ek Adasi vorbei. Zum warm werden gibt\u00b4s einige Wenden und Halsen\nbis die eingerosteten Handgriffe wieder sitzen. Gegen 18:15 Uhr steuern wir durch\ndie kleinere der beiden Einfahrten bei der Insel Tersane in den \u201eBodensee\u201c und\nmachen an einer Boje f\u00fcr die Nacht fest. Kaum liegt MERLIN an der Boje, macht\nsich T3homas in der Pantry zu schaffen. Er ist zum ersten Mal mit an Bord und\nhat bereits bei der T\u00f6rn-Vorbesprechung angek\u00fcndigt, dass er sich an Bord um\nunser leibliches Wohl k\u00fcmmern wird. Heute gibt es \u00fcberbackenen Nudelauflauf mit\nGem\u00fcse und H\u00e4hnchenst\u00fccke. Selten so delikat an Bord gegessen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkungen: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bodensee\nnenne ich das von Inseln und Festland umschlossene Gebiet westlich G\u00f6\u00e7ek.\nNachdem es im Mitseglerkreis viele Thomas gibt, sind diese durchnummeriert.\nT3homas ist also kein Druckfehler. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittwoch, der 8. Mai. <\/strong><em>Sch\u00e4uferle-Verweigerer<\/em><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im\nGegensatz zum ruhigen Abend, wurde die Nacht dann doch etwas windiger und die\nMetallboje hat mehrmals an den Bug geklopft. Es herrscht stahlblauer Himmel und\nes hat deutlich abgek\u00fchlt. Der Wetterbericht meldet starke und anhaltende Winde\num west-nordwest. Unseren eigentlichen Plan Ekincik oder sogar Marmaris\nanzusteuern, k\u00f6nnen wir streichen. Da k\u00e4men wir bei Gegenwind nicht oder\nzumindest nur total gefrustet an. Neues Ziel ist Ka\u015f. <\/p>\n\n\n\n<p>Um\n9:15 Uhr l\u00f6sen wir die Leine zur Klopfboje. Fr\u00fchst\u00fcck gibt\u00b4s w\u00e4hrend der Fahrt.\nDer Weg ist lang und wir wollen noch bei Tageslicht ankommen. Nach Tersane\nsetzen wir zus\u00e4tzlich zum Motorantrieb die Fock. Die Durchschnittsgeschwindigkeit\nsollte keinesfalls unter 5kt pro Stunde fallen. Querab Kap Dek\u00fckba\u015fi stellen\nwir komplett auf Segel um. Die achterlichen Wellen fordern den Ruderg\u00e4ngern\nstundenlange volle Konzentration ab. Ich kenn den Weg, vorbei an den sieben\nKaps und dem endlosen Sandstrand schon viel zu gut und \u00fcberlasse dem bereits\ngut eingespielten Team das Feld. Sprich, ich mach ein ausgiebiges Nickerchen. Auf\nVorwindkurs f\u00fchlt man die Windst\u00e4rke nicht wirklich, aber an den immer h\u00f6her\nwerdenden Wellen merkt man die Gewalten der See. Beim Abw\u00e4rtssurfen ist die\nSchmetterlingsbesegelung kaum mehr vern\u00fcnftig zu halten. Wir sind deutlich\nschneller als die vorgegebene Schnittgeschwindigkeit und erreichen Ka\u015f-Marina ziemlich\nabgeschlafft, aber bereits eine Stunde fr\u00fcher als geplant. Gegen 18:30 Uhr\nlegen wir unter professioneller Unterst\u00fctzung am Steg G an. Gerade mal drei\nBootsbreiten von dem Platz entfernt, an dem MERLIN f\u00fcr eineinhalb Jahre beheimatet\nwar. Ein kurzer wehm\u00fctiger Gedankenblick in die Vergangenheit geht dem\nMan\u00f6verschluck voraus. Abendessen im Ye\u015fil-Restaurant in Ka\u015f. Noch ein Absacker\nan&nbsp; Bord, und bereits um 22:30 Uhr liegen\nalle hundem\u00fcde in den Kojen. Der Tag war anstrengend. &nbsp;Die angeregte abendliche Diskussion \u00fcber\nRamadan und diverse andersgl\u00e4ubige Sch\u00e4uferle-Verweigerer muss zu einem\nsp\u00e4teren Zeitpunkt fortgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch: Motorlaufzeit\n2,6 Stunden. Strecke 60 NM LOG 22792 NM; Motor 1754,9 Std. <\/strong><strong>Gasflasche gewechselt. Tee- und\nKaffeekanne lassen sich \u00e4u\u00dferlich kaum unterscheiden. Ein ernsthaftes Problem beim\nFr\u00fchst\u00fcck. Ein Arbeitskreis soll L\u00f6sungen pr\u00e4sentieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Donnerstag, der 9. Mai. <\/strong><em>Wassereinbruch und T\u00fctenkette .<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>07:45 Uhr Windstill, stahlblauer\nHimmel. Wer bald ins Bettchen steigt, ist auch bald wieder auf den Beinen.\nEigentlich sollte es eine Art Ruhetag werden, aber der erste Blick in die Bilge\nbrachte Hektik ins Boot. Ich hatte die letzten Jahre bereits mehrere\nWassereinbr\u00fcche. Und da es sich wieder um S\u00fc\u00dfwasser handelte, hielt sich meine\nErregung in Grenzen. Per WhatsApp prasselten Unmengen Ratschl\u00e4ge ein.\nLetztendlich waren einige Schlauchbinder in der Nasszelle lose und\nvorsichtshalber haben wir auch die verd\u00e4chtige Dichtung der Au\u00dfendusche\ngewechselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der\neigentliche Ruhetag begann dann mit einem ausgiebigen t\u00fcrkischen Fr\u00fchst\u00fcck.\nGefolgt von Landausfl\u00fcgen der Crew. Ich habe den Tag genutzt mehrere\ninteressante Gespr\u00e4che mit \u00dcmit, dem Marina-Chef und Metin dem technischen\nLeiter zu f\u00fchren. Zum gemeinsamen Abendessen haben wir uns dann&nbsp; im Marina-Restaurant PASSARELLA wieder\ngetroffen. So ein mehrg\u00e4ngiges Abendessen braucht seine Zeit. Und so ging erst\num 01:30 Uhr, nach dem \u201eAbsacker\u201c an Bord, das letzte Licht aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch: Motor-K\u00fchlwasser-System, Saildrive und Hei\u00dfwasserboiler gecheckt. Schl\u00e4uche in Toilette nachgezogen. Dichtung der Au\u00dfendusche gewechselt. Bilge trocken gelegt. Steuermann-Sitzbank mit neuer Edelstahlschraube befestigt. &nbsp;Um den Nachschub unter Deck zu bringen wird eine \u201eT\u00fctenkette\u201c gebildet. Das Wort sollte in den Duden aufgenommen werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freitag, der 10. Mai <\/strong><em>Dreifach Salatdressing<\/em><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>08:30\nUhr dunstig, nebelig 1018hPa, aber warm. Nochmal ausgiebig duschen. Fr\u00fchst\u00fcck\nan Bord. Um 10:45 Uhr Leinen los! Wir umrunden die Ferienhalbinsel \u00c7ukurba\u011f\nYarimadasi und gehen auf Kurs Kekova K\u00f6rfezi. Querab Ulu Burun Gehen wir unter\nSegel und kreuzen uns mit 4kt Fahrt langsam unserem Ziel entgegen. Zum\nMittagessen zaubert unser Smutje einen orientalischen Salat aus Karotten,\nZwiebel und Orangen. Leider l\u00e4sst sich das Dressing beim Seegang nicht gut\nb\u00e4ndigen und musste dreimal hergestellt werden.&nbsp;\nMittlerweile scheint die Sonne fast ungehindert auf uns herab. Gegen\n15:00 Uhr steuern wir mit Schmetterlingsbesegelung die Einfahrt in den Fjord\nan. Durch den D\u00fcseneffekt steigert sich das vorherrschende L\u00fcftchen zu\nbeachtlichen 18kt an, was das Ankern bei Palamut B\u00fck\u00fc immer etwas prickelnder\nmacht. Aber mit 60 Meter Kette bei 8 Meter Tiefe sind wir gut fest. Die\nelektronische Ankerwache best\u00e4tigt das. Gegen 19:00 Uhr l\u00e4sst der Wind nach.\nAbends gibt\u2019s Nudelauflauf mit reichlich Rotwein. Ein Gedicht! Wenn\u00b4s nur nicht\nimmer so lange dauern w\u00fcrde. Um 23:45 Uhr geht\u2019s vollgefressen, selig und gut\nangeheitert ins Bettchen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch: Motor 1759,1\nStd. Log 22.811NM. <\/strong><strong>Karotten\nwerden rationiert. Der Smutje macht ernst!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samstag, der 11. Mai. <\/strong><em>Bestes Koch von Mittelmeer<\/em><strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Sonnig, mit einzelnen Wolken, 1019\nhPa. 08:30 Uhr die Nacht war ruhig. Fr\u00fchst\u00fcck an Bord. Um 10:00 Uhr geht\u2019s mit\ndem Dinghi zum Landausflug zur nahegelegenen Lykischen Siedlung. Quasi ein kleines\nSt\u00fcckchen auf dem Lykien Trail. Dieser ist 500km lang und f\u00fchrt von Fethyie\nnach Anatlya, immer der K\u00fcste entlang. Am R\u00fcckweg Einkehr bei einem modernen\nEinsiedler im Purple House. Trotz stetem Windhauch ist es zum Wandern gut warm.\nNach der R\u00fcckkehr um 14:00 Uhr Anker auf. Mittagimbiss w\u00e4hrend der Fahrt. Bevor\nwir Segel setzen machen wir noch einen Abstecher in die auf der Insel Kekova\nbefindliche Bucht Karaloz. Eine verwinkelte und allseits gesch\u00fctzte Bucht, in\nder vermutlich schon Piraten ihr Unwesen trieben. Aber dann wird das Tuch\nausgepackt. Wir m\u00fcssen nirgends hin und k\u00f6nnen deshalb die schnellste\nSegelstellung w\u00e4hlen. So f\u00fchrt unser Weg Richtung Demre und auch wieder zur\u00fcck\nin den Kekova K\u00f6rfezi. Noch ein Abstecher in die westlichen Buchten mit dem\nt\u00fcrkisblauen Wasser. Aber zum Baden ist es schon zu sp\u00e4t. So motoren wir weiter\nin den inneren Fjord nach \u00dc\u00e7a\u011fiz zu meinem Freund Hasan. Der hat uns l\u00e4ngst bei\nder Einfahrt ersp\u00e4ht und l\u00e4sst uns von der Tochter im Taxiboot abholen. Allein\ndie Abende bei Hasan und seiner Familie sind den Abstecher hierher wert. Der\nAbend wird lang und hat auch an Bord bei CD-Hardrock-Musik noch lange kein\nEnde.&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch: Motor 1762,6 Std.&nbsp; Log 22.830 NM; \u00d6l gecheckt ist \u00fcbervoll.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonntag, der 12.Mai <\/strong><em>Mur\u00e4ne in Sicht<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Es wird 09:00 Uhr bis sich an Bord\netwas regt. Das Wasser im inneren Fjord ist nicht besonders klar, aber der\nMorgenschwumm tut gut.&nbsp; Es herrscht\nstahlblauer Himmel, 1021hPa. Erst gegen 11:30 Uhr sieht unser Anker die Sonne.\nNach der Kekova-Ausfahrt und der Begegnung mit einer treibenden Mur\u00e4ne, setzen\nwir Segel. Auf der Kreuz geht\u00b4s zur\u00fcck an den kleineren Inseln und\nKastellorizon vorbei Richtung Ka\u015f. In der weit ausladenden Bucht Bayindir\nLimani gehen wir gegen 17:00 Uhr vor Anker. Die auszubringende Landleine\nbeschert uns einige akrobatische Einlagen und entsprechenden Diskussionsstoff\nzum Sundowner.&nbsp; Abends gibt es\nRinder-Kartoffel-Schmortopf, arabische Art. Dazu orientalischen Salat, leider\nohne Orangen, da diese tags\u00fcber von niedrigen Matrosen verputzt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch: Motor 1765,7 Std.&nbsp; Log 22.857 NM; Durch den herrschenden Butter-Notstand treten beim Fr\u00fchst\u00fcck erste Mangelerscheinungen auf. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Montag, der 13. Mai <\/strong><em>Augsburger Puppenkiste<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz Fliegengitter waren nachts\nerstmals Moskitos unter Deck. Ab 05:00 Uhr setzte Wind ein, der sich allerdings\nzu Sonnenaufgang wieder verabschiedete. Stahlblauer Himmel 1020hPa. Wir haben\neinen langen Schlag vor uns und machen uns bereits um 08:00 Uhr auf den Weg.\nMit Ausnahme einiger Windhaucher kommt kein richtiger Segelwind auf. Die See\nist glatt und erinnert wieder einmal an die Folie in der&nbsp; Augsburger Puppenkiste. 11:00 Uhr Querab\nKalkan, 13:00 Uhr am langen Sandstrand entlang. 15:00 Uhr bei den sieben Kaps. Auf\nSee patrouillieren verd\u00e4chtig viele Milit\u00e4rschiffe. Aus dem Internet erfahren\nwir, dass das bisher gr\u00f6\u00dfte Seeman\u00f6ver der T\u00fcrkei im Gange ist. Vermutlich zum S\u00e4belrasseln\nwegen dem Streit \u00fcber die neue entdeckten Gasvorkommen in Zypern. Gegen 16:30\nUhr erreichen wir unbeschadet Karaka\u00f6ren. T3 legt perfekt an einer der Bojen\nan. Zeit f\u00fcr ein Man\u00f6verbierchen und ein paar Runden um MERLIN. Um 19:00 Uhr\nwerden wir zum Abendessen mit dem Boot abgeholt. Die Terasse ist immer noch\nsehr klapprig und rustikal, aber der Ausblick hin\u00fcber zum Babad\u011f ist einfach\ngrandios. Nachts beim Absacker an Deck stehen wir immer noch unter\nMan\u00f6verbeschuss. Sogar Leuchtspurmunition ist zu sehen. Irgendwie schon etwas\nbeunruhigend. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch: Motor 1773,2\nStd.&nbsp; Log 22.902 NM<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dienstag, der 14. Mai <\/strong><em>Kein Tropfen im Tank<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Nachts\nstanden wir noch weiter unter Beschuss und ab 5:00 Uhr kr\u00e4hten uns die H\u00e4hne\nwach. Stahlblauer Himmel; 1019hPa. Fr\u00fchst\u00fcck an Bord. Es raucht und dampft aus\nallen Pfannen. T3homas gibt noch mal Alles! Um 11:30 Uhr fahren wir aus der\nBucht. Ab D\u00f6k\u00fcba\u015fi kommt leichter Segelwind auf. Den h\u00e4tten wir gestern gut\nbrauchen k\u00f6nnen. Der Weg ist genau genommen recht kurz. Aber was machen wir am\nNachmittag schon in der Bucht? Und so kreuzen wir im Fethyie Golf mit den anderen\nYachten um die Wetter, bis auch der Letzte der Crew genug Wenden gefahren hat. Dann geht es wieder zur\u00fcck in den\n\u201eBodensee\u201c und an unsere Boje, die Kalle perfekt trifft. Der Kreis unserer\nReise hat sich, von uns unbemerkt geschlossen. Das MIGROS-Versorgungsschiff\nkommt wie gerufen. Es gibt Eis f\u00fcr die ganze Mannschaft. Zum Kapit\u00e4ns-Dinner\nm\u00fcssen die Restvorr\u00e4te herhalten, aber es ist niemand hungrig oder durstig\naufgestanden. Wir sitzen noch lange an Deck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch: Motor 1775,2 Std.&nbsp; Log 22.922 NM. Obwohl wir in Ka\u015f nachgebunkert hatten, ist der Frischwassertank leer!?! Das ist mir in den letzten 11 Jahren nicht passiert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittwoch, der 15. Mai <\/strong><em>Immer eine Handbreit \u2026..<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie\nimmer m\u00f6chte ich zeitig in die Marina zur\u00fcck. MERLIN auf Vordermann bringen,\ndauert schon einige Stunden. So d\u00fcsen wir um 8:00 Uhr bereits los und sind um\n9:30 Uhr l\u00e4ngsseits an der Tankstelle. In der D-Marin ist Hochbetrieb wegen\neiner Regatta. Wir ergattern den letzten freien Platz am Steg C. Allerdings auf\nder gegen\u00fcberliegenden Seite. Das Tiefenlog zeigt gerade mal 0,2 Meter bis zum\nKiel an. Erst mal lange duschen und anschlie\u00dfend Fr\u00fchst\u00fcck im D-Cuisine. Die Crew unternimmt einen\nLandausflug nach Fethyie w\u00e4hrend ich das Boot klariere. \u00dcber WhatsApp erhalte\nich zwischendurch&nbsp; sch\u00f6ne Ausflugsbilder\nvon den Felsengr\u00e4bern und dem Fischmarkt. Nach getaner Arbeit g\u00f6nne ich mir ein\nWei\u00dfbier und bekomme unerwarteten Besuch von meinem Freund Oktay. Er ist\nmittlerweile Kapit\u00e4n auf einer Traumyacht, an der wir zuf\u00e4llig, ohne es zu\nwissen, heute Morgen vorbei geschippert sind. Es ist ein herzliches\nWiedersehen. Der Abschiedsabend findet im Can-Restaurant statt. Wir k\u00f6nnen uns\ndas locker leisten, die Bordkasse ist noch dicke voll. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Logbuch:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Motor 1777,0 Std.&nbsp; Log 22.931 NM<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Gesamtstrecke 206 NM, 26 Motorstunden,\n41 Liter Diesel verbraucht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Ein Unfallfreier T\u00f6rn!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Danke an die Crew f\u00fcrs Segeltraining, f\u00fcr die\nhervorragende K\u00fcche, den Teamgeist und die sch\u00f6nen Fotos.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>T1homas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Owner and Sipper SY MERLIN<\/strong>&nbsp;\n&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die t\u00fcrkische Regierung hat \u00fcber Nacht die Steuern f\u00fcr Charterlizenzen drastisch erh\u00f6ht. F\u00fcr MERLIN und uns ist es ein&nbsp; absolut unrentables Gesch\u00e4ft geworden. Somit ist die Yacht von einem Tag auf den Anderen zum Privatboot geworden. FOREIN FLAG PRIVATE YACHT steht auf dem frisch ausgestellten Transit Log 2019. Wir m\u00fcssen ab sofort neue Wege beschreiten. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1092","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1092"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1092\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1107,"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1092\/revisions\/1107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}