{"id":476,"date":"2009-02-08T20:52:41","date_gmt":"2009-02-08T19:52:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.segelyacht-eos.de\/?p=476"},"modified":"2009-02-08T20:52:41","modified_gmt":"2009-02-08T19:52:41","slug":"sommertorn-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/?p=476","title":{"rendered":"Sommert\u00f6rn 2011"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Die erste Woche<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Es ist endlich Sommer in Deutschland. Um genauer zu sein, es hat 33 Grad beim Abflug in N\u00fcrnberg. Frank und Regina haben wieder f\u00fcr eine Abschieds\u00fcberraschung gesorgt. So besteigen wir bereits mit einem Gl\u00e4schen Sekt im Bauch und entsprechend Pudding in den Knien den Flieger. Die Temperaturanzeige nach der Landung in Lefkas ist ann\u00e4hernd gleich mit der in N\u00fcrnberg, doch durch Wind und geringer Luftfeuchte irgendwie ertr\u00e4glicher. Oder ertr\u00e4glicher weil\u00a0halt einfach\u00a0Urlaub ist. Den Rest des Tages verbringen wir mit den \u00fcblichen Vorbereitungsarbeiten. Proviant bunkern unsere MERLIN einrichten, dazwischen ein K\u00e4ffchen <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-514 alignleft\" title=\"torn-2011-7\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/torn-2011-7.jpg\" alt=\"torn-2011-7\" width=\"346\" height=\"259\" \/>und abends \u00fcberfressen wir uns in unserer Stammtaverne am Hafen. Die Nacht kann man eigentlich\u00a0nur unbekleidet und ohne Zudecke \u00fcberstehen. Nur der bl\u00f6de Moskito nervt. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Am n\u00e4chsten Tag, es ist der <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">24. August<\/strong>, kitzelt uns die Sonne so lange in der Nase bis wir um 8:00 Uhr freiwillig aufstehen. F\u00fcr mich als notorischer Langschl\u00e4fer eigentlich eine Qual, aber im Urlaub bei stahlblauem Himmel kein Problem. Das Barometer steht auf 1034hPa und wird sich die n\u00e4chsten zwei Wochen nur unmerklich von dort wegbewegen. Um 10:20 Uhr laufen wir aus. Wir, das sind Ingrid, unser Freund Wolfram und ich. Wolframs Freundin treffen wir erst am Freitag in Zakynthos. Sie<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>musste kurzfristig ihre Urlaubspl\u00e4ne \u00e4ndern und den Flug um drei Tage verschieben. Nach dem Kanal und einem Ritt mit D\u00fcseneffekt, zwischen Lefkas und Meganision durch, schl\u00e4ft der Wind leider komplett ein. Also Schmetterlingbesegelung runter und Motor an. Um 16:00 Uhr erreichen wir die Bucht Skoinou auf Itaka. Die S\u00fcdwestseite erscheint uns bei den einsetzenden Fallb\u00f6en am Geeignetsten. Der Grund steigt erst knapp vorm Ufer, dann aber sehr steil an. Aber mit einer Landfeste die Ingrid ausbringt, klappt\u00b4s dann recht gut. Es wird eine traumhafte ruhige und sternklare Nacht. Ich lerne das Himmels-W kennen und bei Bier und Wein diskutieren wir \u00fcber die Milchstra\u00dfe und dass das menschliche Gehirn die Unendlichkeit leider einfach nicht begreift. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Donnerstag 25. August<\/strong>. Es ist wieder stahlblauer Himmel und ziemlich hei\u00df. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck wird noch mal ausgiebig geplanscht und um 11:00 Uhr geht\u2019s Ankerauf Richtung S\u00fcden. An Itaka vorbei, weiter nach Kefalonia.<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Ab 14:45 Uhr kommt endlich Wind auf. Wir fahren ab Akra Kapros im Schmetterling gem\u00e4chlich mit 4 kt. dahin. Kurz vor unserem Tagesziel Ayos Nikolaos an der Nordspitze der Insel Zakynthos frischt der Wind geh\u00f6rig auf. Dummerweise immer beim Anlegen, wenn man ihn eigentlich gar nicht mehr braucht. Wir machen an der einfachen Pier im Westen der Bucht fest. Starker Schwell und der immer st\u00e4rker werdende Wind machen den Platz ziemlich ungem\u00fctlich. Wir entscheiden uns wieder abzulegen und im Ankerfeld zu schwojen. Die gleiche Idee haben allerdings auch die anderen Jachten am Kai und folgen uns. So kommt gro\u00dfes Gedr\u00e4nge auf. Durch die \u00fcberschneidenden Schwojkreise ist in dieser Nacht an Schlaf nicht zu denken. Als um 2:00 Uhr auch noch heftige Winddreher hinzu kommen ist ein aneinandersto\u00dfen der Yachten praktisch unvermeidbar. Wir ziehen unseren Anker unter den anderen Ankerketten durch und versetzen in einen ruhigeren Teil des Hafenbeckens. Ab 4:00 Uhr bekomme ich dann doch noch eine M\u00fctze Schlaf.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Freitag 26. August. Isolde kommt.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Nach dem n\u00e4chtlichen Geschaukel und Gedr\u00e4nge hat niemand rechte Lust zum Fr\u00fchst\u00fccken. Wir gehen zeitlich Ankerauf und segeln Richtung Zakynthos Stadt. Der Haupthafen den wir gegen 12:00 Uhr erreichen ist riesengro\u00df mit vielen F\u00e4hrschiffen. An der Nordostseite k\u00f6nnen Yachten anlegen. Es gibt Strom und Wasser und man wird daf\u00fcr um 25.- Euro pro Tag erleichtert.<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Der Flieger hat ziemlich Versp\u00e4tung, aber um 17:00 Uhr sitzt Isolde wohlbehalten mit uns an Bord bei Kaffee und Kuchen. Abendessen in der quirligen Altstadt von Zakynthos.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Samstag 27. August.<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Karetta Karetta.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Ich trau es mir kaum zu schreiben. Stahlblauer Himmel und morgens schon hei\u00dfe Temperaturen. Langsam gehen mir die T-Shirts aus. Unser Nachbarlieger, ein Italiener, hat uns einige Tipps f\u00fcr die Westk\u00fcste Zakynthos gegeben. Wir entscheiden deshalb, entgegen meiner ersten Ideen, Zakynthos zu umrunden und machen uns um 10:50 Uhr auf den Weg. Skipper ist heute Wolfram. Ab Kap Vasilikos halten wir exakt Kurs um nicht in das ausgewiesene Naturschutzgebiet zu geraten. Hier gibt es einen der wenigen Brutpl\u00e4tze der vom Aussterben bedrohten falschen Karett-Schildkr\u00f6te. \u00dcbrigens alles sehr sch\u00f6n im neuen Buch von Andreas Fritsch beschrieben. Leider k\u00f6nnen viele Freizeitkapit\u00e4ne offensichtlich nicht lesen. Geschweige denn die Crews der Ausflugsboote die Scharenweise Touris ins Naturschutzgebiet karren. F\u00fcr uns Tierfreunde\u00a0ist das\u00a0echt traurig anzusehen. Um 14:00 Uhr setzen wir vor der Mole der Ortschaft Keri auf 4,8 Meter Anker. Langsam kommen immer mehr Yachten hinzu. Aber die Bucht ist gro\u00df und das distanzierte Nebeneinander ist nicht weiter st\u00f6rend. Wir gehen das erste Mal zum Abendessen mit dem Dingi an Land. Und schon passiert es. Isolde geht unfreiwillig von Bord. Aber nach dem W\u00e4schewechsel kehrt ihr Humor sofort zur\u00fcck. Nachts gewittert es \u00fcber dem Festland. Es kommt aber irgendwie nicht merklich n\u00e4her.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Sonntag 28. August.<\/strong> Irgendwas hat mich geweckt. Es ist kurz vor 6 Uhr. Ich recke den Kopf aus der Decksluke. Eine schaurig sch\u00f6ne Wolkenfront streckt sich mir entgegen. Gerade so von der aufgehenden Sonne leicht angestrahlt. Da sind sie wieder diese Momente auf See die einen Segelt\u00f6rn so einmalig machen. Beim morgendlichen Schwimmen gegen 8:30 Uhr haben sich die Wolken l\u00e4ngst verzogen. Und was soll ich sagen: Stahlblauer Himmel und hei\u00df. Um 10:45 Uhr gibt Skipperin Ingrid Befehl zum Anker lichten. Wir fahren im Uhrzeigersinn an der Westk\u00fcste Zakynthos entlang weiter. Ein herrliches Gebiet mit hunderten H\u00f6hlen und wei\u00dfen Str\u00e4nden. Leider nicht f\u00fcr eine \u00dcbernachtung geeignet. So m\u00fcssen wir weiter bis Ormos Vromi. Die Bucht ist zwar, von Fallb\u00f6en abgesehen, gut gesch\u00fctzt, trotzdem sind wir etwas entt\u00e4uscht von der Atmosph\u00e4re mit den vielen Touristenk\u00e4hnen. Kurzentschlossen ziehen wir weiter nach Norden. Um 17:30 Uhr erreichen wir die Wreck Bay. Eine der meist fotografierten Buchten Griechenlands. Entsprechend viele Ausflugsboote sind hier zu finden. Das Wrack des Frachters Panagiotis l\u00f6st sich allm\u00e4hlich in Rost auf, aber das Wasser der Bucht ist beeindruckend. Hellblau fast k\u00fcnstlich. Wolfram meint es sieht beinahe so aus wie das Zusatzmittel unserer Bordtoilette. Nach solch einem Spruch ist der Zauber der Bucht schnell verflogen und uns in die vielen Touristen mit einreihen hatten wir sowieso nicht im Sinn. Gegen 18:30 Uhr sind wir dann einmal rund Zakynthos und somit wieder in Nikolaos. Es ist wieder windig. Wir versuchen unser Gl\u00fcck erst gar nicht am Kai und werfen Anker im diesmal wesentlich weniger gedr\u00e4ngten Ankerfeld. Es gibt Kapit\u00e4nsdinner. Spaghetti in \u00d6l, mit Knoblauch und Kapern. Abends schl\u00e4ft der Wind ein und Wolfgang Buck, Mark Knopfler und Joe Cocker erwachen. Wieder so eine traumhafte Nacht. Zwar anders, aber traumhaft. Es wird sp\u00e4t. Besser gesagt fr\u00fch. Aber irgendwann ist der Ouzovorrat dann doch endlich aufgebraucht. <span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Montag 29. August.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: small;\">Wir haben Zeit. Die zwei Stunden zur\u00fcck in den Hafen von Zakynthos sind ein Katzensprung. Schwimmen, Fr\u00fchst\u00fccken und Faulenzen ist angesagt. Erst gegen 14:00 Uhr fahren wir los. Dann noch ein letzter Badestopp mitten im Meer. Eigentlich ist es ja egal, ob das Wasser 2 Meter oder 200 Meter tief ist. Trotzdem hat man auf See ein ungutes Gef\u00fchl beim Schwimmen. Um 16:00 Uhr laufen wir wieder in den Hafen von Zakynthos ein. Ein Bilderbuchanleger w\u00e4r\u00b4s geworden, wenn die Ankerkette 2 Meter l\u00e4nger gewesen w\u00e4re. Also noch mal. Der Zweite klappt\u00a0perfekt. Nachmittags ist ein ausgiebiger Stadtbummel angesagt. Den letzten Abend verbringen wir in einer Taverne an der nie fertig gestellten Marina. Ein echter Geheimtipp f\u00fcr alle diejenigen die f\u00fcr gutes Essen auch gern mal zwei\/drei Euro mehr ausgeben wollen. Komis Fish Tavern (<\/span><a href=\"http:\/\/www.komis-tavern.gr\/\"><span style=\"font-family: Times New Roman; color: #0000ff; font-size: small;\">www.komis-tavern.gr<\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">). Auch dies ein Abend an dem man noch lange zehren kann. Mit so hochtrabenden Diskussionen, ob Oliven vorm Einlegen gekocht werden. Und warum die Positionslichter der<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Marinaeinfahrt eigentlich blinken.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Dienstag 30.August. Bettenwechsel<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Guten Morgen Thomas, die Toilette ist verstopft. Na Bravo. Die Anderen fr\u00fchst\u00fccken und ich darf bei der Affenhitze das Klo reparieren. Irgendwie bekomme ich die Leitungen aber wieder frei. Einzelheiten erspare ich meinen Lesern. Um 13:10 Uhr verl\u00e4sst meine Crew die MERLIN. Im Winterurlaub w\u00fcrde man Bettenwechsel dazu sagen. Ich habe so den Eindruck, sie w\u00e4ren\u00a0 gerne noch einige Tage geblieben. F\u00fcr ein paar Stunden kehrt absolute Ruhe ins Boot. Mit Ausnahme einer tschechischen Luxusyacht, die versucht quer einzuparken und dabei mehrere Anker lockert.<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span><span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Segelt\u00f6rn 2011. Die zweite Woche<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Dienstag 30. August 16:45 Uhr. <\/strong>Die neue Crew ist da. Allesamt Bandkollegen und neben den Sees\u00e4cken haben sie ihre Instrumente mitgebracht. Das verspricht aufregende Abende. In k\u00fcrzester Zeit war der K\u00fchlschrank leer gesoffen. Dann hat es zweieinhalb Stunden gedauert bis Proviant an Bord war. Meine Liste taugte den Neuank\u00f6mmlingen offensichtlich nicht als Einkaufsratgeber, da lebenswichtige Sachen wie z.B. Bier gar nicht erst gekauft wurden. Also, ein zweites Mal los. In der Zwischenzeit verschwand eine Zweiliterflasche Rotwein fast r\u00fcckstandslos in irgendwelchen Kehlen und Ouzo wurde mit allen m\u00f6glichen S\u00e4ften zusammen gepanscht. Igitt, Musiker eben. Ich brauchte tats\u00e4chlich eine Stunde Auszeit und ging planlos spazieren. Als ich zur\u00fcck kam hatte ich die Erkenntnis gewonnen, sie doch alle zu m\u00f6gen. Klingt komisch, ist aber so. <span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span>Ich liebe sie einfach. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-492\" title=\"torn-2-11\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/torn-2-11.jpg\" alt=\"torn-2-11\" width=\"617\" height=\"369\" \/><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Trotz erster Ausfallerscheinungen gab\u00b4s um 22:00 Uhr in der Taverna Spartakos dann doch noch was zu bei\u00dfen. Marie hat sogar noch Sirtaki mit der Wirtin getanzt. Oder war\u00b4s Souflaki? Naja irgend so ein Tanz halt. Die ruhigen Zeiten an Bord waren definitiv vorbei.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Mittwoch 31. August<\/strong>. Die Nacht war kurz, da Marie vergessen hatte Ihren Wecker zu deaktivieren. So begann der Tag bereits um 7:00 Uhr. Ich bring sie um, dachte ich kurz. Hab es aber dann doch nicht getan. Was sich im Nachhinein als richtig erwiesen hat. Sie hatte auch richtig Angst in ihrer ersten Nacht an Bord. Irgendwie knabberte jemand an ihr und ein Anderer lag auf ihr und vibrierte laut. Ersteres waren die kleinen Krebse die sich nachts immer am Boot zu schaffen machen. Das Zweite war Mathias der immer an Deck schl\u00e4ft und laut schnarchte so dass die Kabine darunter leicht in Vibrationen geriet. Angeblich.\u00a0Mathias ist \u00fcbrigens der Einzige den ich kenne, der sich lautlos auf einer Yacht bewegen kann. Wie eine Katze. Mann nimmt ihn erst am Duft seines frisch aufgesch\u00e4umten Milchkaffees wahr. Und der ist ein Traum. Jeden Morgen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Nach gewissen Resteink\u00e4ufen legen wir um 10:45 Uhr ab, Richtung Keri. Bei der Einfahrt in den Golf kommt Wind auf.<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Naja, so 5 bis 6 Knoten. Wir segeln ein St\u00fcck recht gem\u00e4chlich dahin, bis wir uns in einem Seil verfangen. Das dazugeh\u00f6rige Netz hat sich offensichtlich gel\u00f6st und zum Meeresboden verabschiedet. Wir ziehen nur noch einen Plastikkanister hinter uns her. Trotzdem ist Tauwerk in der Schraube. Mathias unternimmt seinen ersten Tauchgang. Das Problem ist schnell behoben. Nur Marie ist etwas schockiert. Wir sind eigentlich schon davon ausgegangen, dass sie zuvor schon mal einen nackten Mann ins Wasser springen hat sehen. Um 14:00 Uhr erreichen wir unseren Ankerplatz. Wie immer nimmt der Wind zu. Aber wir wollen am ersten Tag nicht \u00fcbertreiben und gehen erst mal schwimmen.<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-496 alignright\" title=\"torn-2011-21\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/torn-2011-21.jpg\" alt=\"torn-2011-21\" width=\"328\" height=\"190\" \/>\u00a0<\/span>Um 20:00 Uhr geht\u00b4s mit dem Dingi an Land zum Abendessen. \u00dcber dem Festland blitzt es wieder. Der sp\u00e4tere Absacker an Bord entwickelt sich zum Konzert. Wolfgang Ambros Watzmann muss gleich zwei Durchg\u00e4nge herhalten. Dazwischen gibt\u00b4s ein Bad im Meer unter perfektem Sternenhimmel. Ich neige zur Wiederholung, aber auch dieser Abend<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>ist unvergleichlich sch\u00f6n.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Donnerstag 1. September. Nachtfahrt<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Um unser Tagesziel Kolpos Argostoliou auf Kefalonia noch bei Tageslicht zu erreichen brechen wir bereits um 5:30 Uhr auf. Eine klassische Nachtfahrt ist es zwar nicht, da am Horizont bereits der neue Tag zu erahnen ist. Aber gerade dieses \u201ehineinfahren\u201c in den Tag ist immer wieder herrlich. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-500 alignleft\" title=\"torn-2011-3\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/torn-2011-3.jpg\" alt=\"torn-2011-3\" width=\"297\" height=\"177\" \/>Wir segeln mit halbem Wind an der Westseite Zakynthos entlang. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-501\" title=\"segeltorn-2011-4\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/segeltorn-2011-4.jpg\" alt=\"segeltorn-2011-4\" width=\"254\" height=\"423\" \/>Zur \u00dcberfahrt nach Kefalonia kommt dann erstmals richtig Wind auf. Unsere MERLIN saust mit sieben Knoten dahin und nicht jeder vertr\u00e4gt die schaukelige Fahrt durchs Wasser. Am wenigsten ein iPad das sich schlagartig Richtung Meer verabschiedet. Um 18:30 Uhr erreichen wir unser Tagesziel. Die ausgedehnte Bucht Livadhi und ankern auf 3,5 Meter. Der Wind schl\u00e4ft ein, Mathias backt Pizza. Einige m\u00fcssen ihre \u201eWunden\u201c lecken. Es war ein anstrengender Segeltag. Beim Abendessen werden aber schon wieder schlaue Spr\u00fcche geklopft. Dass zum Beispiel hei\u00dfes Gem\u00fcse IMMER hei\u00df ist. Das muss einem ja gesagt werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\">Freitag 2. September. Man kann auch ohne Motor Spa\u00df haben.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span>Um 8:00 Uhr gehen wir Ankerauf und dampfen aus der Bucht. Bei Akra Yerogombos stellen wir fest, dass am Motor das Batteriesymbol aufleuchtet. Und tats\u00e4chlich, die Batterien laden nicht. Alle Reparaturversuche scheitern. Eine halbe Stunde weiter, bei Akra Ortholithia f\u00e4llt der Motor dann schlagartig ganz aus. Da es ja ein Diesel ist k\u00f6nnen wir uns den Zusammenhang nicht erkl\u00e4ren. Wir setzen Segel um so weit wie m\u00f6glich Richtung Lefkas zu kommen. Den geplanten Auftritt in Fiskardo haben wir l\u00e4ngst gestrichen. Olaf von Ecker Yachting versucht sich mit Ferndiagnosen. Aber es scheint keine der \u00fcblichen Kleinigkeiten zu sein. Heimschleppen lassen ist sicher eine Option. Aber sicher auch die Teuerste. Aber Poseidon meint es gut mit uns. Der Wind wird st\u00e4rker. Die Richtung passt. Wenn wir so weiter machen, schaffen wir es noch vor Sonnenuntergang in Vasiliki auf Lefkas anzukommen. Dort kann uns dann sicher morgen ein Monteur weiterhelfen. Um 16:00 Uhr sind wir an der Nordspitze Kefaloninas. Wenn der Wind weiter mitspielt, dann schaffen wir es. Warum muss Poseidon immer gleich \u00fcbertreiben. Bei der Ansteuerung nach Vasiliki bekommen wir Fallb\u00f6en mit bis zu 40kt. verbraten und k\u00f6nnen den Kurs nicht mehr halten.<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Also wieder raus und hoffen, dass der Wind etwas nachl\u00e4sst. Mittlerweile wird es dunkel und wir haben keinen Strom mehr. Wir schalten alles ab, damit wenigstens der Tiefenmesser noch funktioniert. Alles muss jetzt passen! Wir haben nur einen Versuch. Wenn der Anker nicht h\u00e4lt m\u00fcssen wir ihn kappen. Wir m\u00fcssen kreuzen um nicht in Legerwal zu geraten, schie\u00dfen in der Finsternis mit hoher Geschwindigkeit in die Bucht. Noch 6 Meter Wassertiefe. Aufschie\u00dfer. Anker f\u00e4llt.\u00a0Das Boot l\u00e4uft kurz achteraus und steht. Dem gro\u00dfen B\u00fcgelanker sei Dank. Der Skipper eines Cats neben uns h\u00e4tte bald einen Nervenzusammenbruch bekommen. Es bl\u00e4\u00dft wie verr\u00fcckt. Ab 23:00 Uhr beginnt die Nachtwache. Jeweils eineinhalb Stunden. Die\u00c4ther \u2013 Thomas \u2013 Marie \u2013 Mathias \u2013 Frank. Aber um Mitternacht ist der Spuk vor\u00fcber. Ich schicke Die\u00c4ther zu Bett, bleib noch eine Stunde wach, setze eine Taschenlampe an die Fock als Ankerlicht und beende die Wacheinteilung. Wir haben uns ein paar Stunden Ruhe redlich verdient.<\/span><\/span><\/p>\n<div><\/div>\n<div><span style=\"font-size: small;\"><\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"mso-ansi-language: EN-GB;\" lang=\"EN-GB\">Samstag 3. September. Thank you for the Music.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;\">8:00 Uhr. Jetzt ist die Servicebatterie endg\u00fcltig ausgelutscht. Das gesamte Panel blinkt nur noch. Ich dreh den Hauptschalter ab. Um 9:30 Uhr soll der Monteur kommen. Und tats\u00e4chlich, Mike steht um 9:28 Uhr am Ufer und erwartet unser Dinghi. Mike, den ich schlichtweg in Dave umtaufe, ist ein junger gewiefter Engl\u00e4nder. Schnell hat er eine L\u00f6sung f\u00fcr uns. Wie bereits bef\u00fcrchtet trafen fast zeitgleich zwei Probleme aufeinender. Dieselalgen und ein defekter Strom-Splitter. Nach eineinhalb Stunden waren wir wieder <span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span>einsatzbereit. Um 11:45 Uhr gehen wir im Hafen l\u00e4ngsseits und verabschieden uns von Dave \u00e4h Mike. Ab 12:45 Uhr sind wir wieder unterwegs. Engelchen ist am Steuer. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-509\" title=\"torn-2011-6\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/torn-2011-6.jpg\" alt=\"torn-2011-6\" width=\"664\" height=\"442\" \/>Ziel ist Porto Spilla auf Meganision. Aber zuvor umrunden wir noch die Insel Arkoudhion. Um 16:00 Uhr erreichen wir unser Ziel. An der Bar gibt es kaltes Bier und wir feiern bereits am Nachmittag ausgiebig. Der schon obligatorische Marsch nach Spartachorion darf nat\u00fcrlich nicht fehlen. Am Abend ist endlich mal Livemusik angesagt. Wir sind umringt von Engl\u00e4ndern und Italienern. Haben auch tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung. Es wird ein langer Abend. Sch\u00f6ner als jede Gage ist es, wenn einem beim Abschied zugerufen wird: <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Thank you for the Music<\/em>. Einfach toll.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Sonntag 4. September<\/strong>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\">Katerstimmung. Selbst Mathias Kaffee und der morgendliche Schwum helfen nicht wirklich. Wir segeln ab 12:00 Uhr zur Insel Kalamos. Dort gibt es ein verfallenes Dorf, Porto Leone. Durch Erdbeben kam die Trinkwasserversorgung zum erliegen und die Menschen mussten ihr Dorf verlassen. Lediglich die Kirche ist noch in Betrieb. Der Anker h\u00e4lt nicht besonders gut, aber zum Baden reicht es aus. F\u00fcr lange Zeit wird es das letzte Mal sein Salzwasser zu schmecken.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-508\" title=\"torn-2011-5\" src=\"http:\/\/www.segelyacht-merlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/torn-2011-5.jpg\" alt=\"torn-2011-5\" width=\"304\" height=\"406\" \/> Um 16:00 Uhr geht\u00b4s zur\u00fcck Richtung Vlykhon. Es ist ein sch\u00f6ner Segelwind wir machen 4 bis 7 Knoten Fahrt und m\u00fcssen wenig an der Segelstellung ver\u00e4ndern. Ich sitze am Bug und denke mir, es ist ein absolut harmonischer T\u00f6rn. Beide Wochen. Und das Verlangen hier l\u00e4nger zu verweilen w\u00e4chst weiter an. Um 19:30 Uhr f\u00e4llt in Vlykhon auf 4,5 Meter der Anker ein letztes Mal. Am Abend machen wir in einer Taverne noch mal richtig einen drauf.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Montag 5. September<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\">Einmal darf ich es noch erw\u00e4hnen: Auch am letzten Tag, Stahlblauer Himmel, 33 Grad. <span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span>Um 10:15 Uhr Anker auf. Bei schwachem Wind geht es nach Lefkas. Wie immer frischt der Wind beim Anlegen auf. Langsam glaube ich es liegt an mir. Poseidon verzeih, ich zeig Dir niemehr den Mittelfinger. Wir tanken 86 Liter Algenfreien Diesel nach und fahren unseren letzten Anleger am Steg C Platz 33. Mit einer Skooterfahrt quer durch die Insel Lefkas gehen Traumhafte 14 Tage zu ende. <span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span>Ich werde lange davon zehren. Vielen Dank an die Crews. Ihr wart gro\u00dfartig!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\">Thomas<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Woche Es ist endlich Sommer in Deutschland. Um genauer zu sein, es hat 33 Grad beim Abflug in N\u00fcrnberg. Frank und Regina haben wieder f\u00fcr eine Abschieds\u00fcberraschung gesorgt. So besteigen wir bereits mit einem Gl\u00e4schen Sekt im Bauch und entsprechend Pudding in den Knien den Flieger. 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